Aktuelles

Tinnitus Guideline_3

EUTINNET unterstützt die Weiterentwicklung europäischer Tinnitus-Leitlinien
Zu den zentralen Zielen von EUTINNET gehören die Förderung des Wissenstransfers zu Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus und anderen Hörbeeinträchtigungen innerhalb der Mitgliedsländer, die Initiierung und Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte und Studien sowie die gemeinsame Sensibilisierung für die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit dem eigenen Hörvermögen durch Bildungs- und Kommunikationsmaßnahmen. In diesem Zusammenhang unterstützt EUTINNET aktiv die Entwicklung und Anwendung von Tinnitus-Leitlinien mit dem Ziel, die Patientenversorgung kontinuierlich zu verbessern.

Eine dieser Leitlinien ist die „European Guideline for Tinnitus“, die zuletzt 2019 veröffentlicht wurde. Sie bietet einen standardisierten Rahmen für die Diagnostik und Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit subjektivem Tinnitus. Ziel ist es, eine einheitliche klinische Vorgehensweise zu fördern, Überweisungswege zu optimieren und eine Über- oder Unterversorgung von Patientinnen und Patienten zu vermeiden. Die Leitlinie wurde von einer multidisziplinären Gruppe wissenschaftlicher Autorinnen und Autoren aus verschiedenen europäischen Ländern entwickelt. Sie enthält zudem klare klinische Definitionen und Standards für die Patientenprofilierung und dient damit als wichtiges Instrument für eine gemeinsame Entscheidungsfindung und eine individuell ausgerichtete Versorgung.

Derzeit wird die Leitlinie überarbeitet. Die Überarbeitung wird von Rilana Cima, Associate Professor an der Universität Maastricht (Niederlande) und der KU Leuven (Belgien), geleitet. Der Aktualisierungsprozess folgt einer strukturierten, evidenzbasierten Methodik, um Konsistenz, Transparenz und Reproduzierbarkeit in allen Bereichen der Behandlung sicherzustellen. Die Autorinnen und Autoren des Überarbeitungsprozesses haben Mitglieder von EUTINNET eingeladen, sich durch die Prüfung von Entwurfsfassungen und/oder die aktive Teilnahme an den Sitzungen einzubringen. Dies unterstreicht das Engagement von EUTINNET für die Zusammenarbeit und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Standards in der Tinnitusversorgung.

EUTINNET_DE

EUTINNET stärkt den Austausch und die Zusammenarbeit
Wir hatten während der TRI Conference in Berlin die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit einigen EUTINNET-Mitgliedern – auch wenn aufgrund des umfangreichen und vielfältigen wissenschaftlichen Programms leider nur wenig Zeit dafür blieb und nicht alle teilnehmen konnten. Das Treffen vor Ort hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll die Vernetzung innerhalb von EUTINNET ist und welche vielfältigen Möglichkeiten sich für eine weitere Zusammenarbeit ergeben – sowohl im Hinblick auf den Erfahrungs- und Wissenstransfer im Bereich der Tinnitus-Selbsthilfe, als auch bezüglich möglicher zukünftiger Forschungs-, Kommunikations- und Awareness-Projekte.

Wir freuen uns darauf, beim nächsten EUTINNET-Meeting in einigen Wochen mit allen EUTINNET-Mitgliedern über die nächsten Schritte zu sprechen. Updates dazu finden Sie im News-Bereich unserer Website sowie auf den Social-Media-Profilen der jeweiligen Mitgliedsorganisationen.

TRI Conference 2026_DE

Tinnitus Research Initiative (TRI) Konferenz 2026
Anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums veranstaltete die Tinnitus Research Initiative (TRI) ihre jährliche internationale Konferenz in Berlin. Unter dem Motto „Jump the Wall – Discover and Uncover Gaps“, das vom wissenschaftlichen Komitee des Kongresses unter der Leitung von Prof. Dr. med. Birgit Mazurek und Prof. Dr. Berthold Langguth gewählt wurde, stand die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Mittelpunkt, um die Tinnitusforschung und -behandlung voranzubringen. Tinnitus ist eine komplexe Erkrankung, von der weltweit Millionen Menschen betroffen sind und die häufig mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen einhergeht.

Die diesjährige Konferenz wurde gemeinsam vom Tinnitus-Zentrum der Charité und der Stiftung Tinnitus & Hearing Charité organisiert und brachte über 300 Kliniker und Forschende zusammen, darunter zahlreiche Teilnehmende aus ganz Europa. Die Vertreter verschiedener Fachgebiete, darunter Otologie, Neurologie, Neurochirurgie, Psychologie, Bioinformatik, Grundlagenforschung und Selbsthilfe, tauschten ihr Fachwissen aus und diskutierten innovative Ansätze zur Entwicklung wirksamer Diagnose- und Therapieverfahren. Darüber hinaus bot die Veranstaltung Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, sich mit führenden Experten auszutauschen.

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Berlin, 16.-18. September 2026: 20. Tinnitus Research Initiative (TRI) Konferenz
Wir freuen uns, die 20. Tinnitus Research Initiative (TRI) Konferenz 2026 anzukündigen. Das Tinnitus Zentrum Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Deutsche Stiftung Tinnitus & Hören Charité organisieren gemeinsam diese internationale Konferenz, die vom 16. bis 18. September 2026 in Berlin stattfinden wird. Hunderte weltweit führende Tinnitus-Expert:innen werden am Campus Charité Mitte in Berlin zusammenkommen, um die neuesten Erkenntnisse in Forschung, Diagnostik und der Behandlung von Tinnitus und begleitenden Erkrankungen zu teilen. Der interdisziplinäre Austausch zwischen HNO, Neurologie, Audiologie und Psychologie soll dazu beitragen, die Entstehung von Tinnitus besser zu verstehen, die Symptome zu lindern und in Zukunft eine Heilung zu finden. Die wissenschaftliche Leitung haben Professorin Birgit Mazurek und Professor Berthold Langguth übernommen. Alle Experten und Interessierte aus Europa und der ganzen Welt sind eingeladen, sich für die Teilnahme online zu registrieren.

Die Deutsche Tinnitus-Liga feierte ihr 40-jähriges Bestehen mit Fachvorträgen, persönlichen Rückblicken und viel Raum für Austausch. Im Mittelpunkt standen aktuelle Erkenntnisse zu Tinnitus und verwandten Erkrankungen sowie die internationale Zusammenarbeit mit den Tinnitus-Ligen in Österreich und der Schweiz.

40 Jahre Deutsche Tinnitus-Liga
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. feierte ihr 40-jähriges Bestehen mit einem vielfältigen Programm aus Fachvorträgen, persönlichen Rückblicken und Möglichkeiten zum Austausch. Rund 80 Gäste kamen zusammen, um sich über Tinnitus, Schwerhörigkeit, Morbus Menière, Psychohygiene und aktuelle Entwicklungen in der Tinnitus-Forschung zu informieren. Auch die internationale Zusammenarbeit mit den Tinnitus-Ligen in Österreich und der Schweiz war Teil des Programms.

Unter den Referent:innen waren Dr. med. Frank Matthias Rudolph mit einem Vortrag zu Tinnitus und Schwerhörigkeit, Dr. med. Helmut Schaaf mit spannenden Einblicken zu Morbus Menière, sowie Dipl.-Psych. Mykola Fink, der das Thema Psychohygiene beleuchtete. Auch Prof. Birgit Mazurek war mit einer Lecture zum aktuellen Stand der Tinnitus-Forschung vertreten. Neben den Fachvorträgen gab es bewegende Rückblicke auf vier Jahrzehnte DTL-Geschichte von Prof. Gerhard Goebel sowie Insights in die Arbeit von Dr. Roland Moschen von der Österreichischen Tinnitus Liga und Rainer H. Porschien von der Schweizer Tinnitus Liga. Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung des neuen Vorstands: Bernd Strohschein wurde als erster Vorsitzender wiedergewählt, Fred Podszus bleibt Schatzmeister, und neu dabei ist Markus Hahn als zweiter Vorsitzender. Herzlichen Glückwunsch!
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Willkommen bei EUTINNET, dem Europäischen Tinnitus-Netzwerk
Als Mitglied gehören Sie zu einer vielfältigen Gruppe von Tinnitus- und Hörminderungsorganisationen aus ganz Europa, die sich alle darauf konzentrieren, das Bewusstsein zu schärfen, Forschungsergebnisse auszutauschen und die von Tinnitus und verwandten Erkrankungen Betroffenen zu unterstützen. Indem Sie sich mit Experten, Forschern und Patientenorganisationen austauschen, tragen Sie dazu bei, Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern und die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zu fördern. Ihr Engagement unterstützt uns dabei, die Aufgabe des Netzwerks zu stärken, den Wissenstransfer zu fördern und die Lebensqualität der von Tinnitus betroffenen Menschen zu verbessern.

Unsere News auf Social Media:

Interessante Neuigkeiten aus dem EUTINNET-Netzwerk, Termine sowie weitere Highlights zu den Themen Tinnitus, Hören, Hörbeeinträchtigungen sowie Diagnose- und Behandlungsmethoden posten wir regemäßig auf den Social Media-Kanälen der Stiftung Tinnitus und Hören Charité: